Ein süßer Duft liegt in der Luft und weckt die Vorfreude auf eine köstliche Nascherei. Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich endlich wieder mein saftiges Bananenbrot ohne Zucker und Mehl gebacken. Möchtest du auch in den Genuss dieses veganen Desserts kommen?
Lebensmittel wertschätzen
Für mich haben Lebensmittel einen hohen Stellenwert, und ich versuche stets, meine Einkäufe so zu planen, dass nichts schlecht wird und im Müll landet. Viele Menschen werfen überreife Bananen weg, weil sie die braunen Flecken nicht mögen und denken, diese Bananen seien bereits verdorben. Dabei kann man aus reifen und überreifen Bananen wunderbare Rezepte zaubern – sei es Oatmeal, Smoothies, Kuchen, Torten oder süßer Milchreis.
Saftiges Bananenbrot ohne Zucker und Mehl backen
Lass uns also ein süßes Bananenbrot backen! Eine (über)reife Banane ist dabei eine ganz wichtige Zutat. Durch die Zugabe der Bananen benötigst du keinen zusätzlichen Zucker, denn die natürliche Fruchtsüße reicht vollkommen aus. Das Mehl wird durch Nüsse und Kokos ersetzt, was das Bananenbrot gluten- und laktosefrei macht. Klingt gut? Dann geht’s jetzt los!
Zutaten
- 2 große reife Bananen
- 1/2 Tasse Mandeln gemahlen (ca. 70g)
- 1/2 Tasse Kokosraspeln gemahlen (ca. 70g)
- Handvoll Mandeln oder Kokosflakes
- 1 EL Walnussöl oder Kokosöl
- 1 TL Zimt
- 1 TL Vanille
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- Eiersatz: 2 EL Leinsamen geschrotet oder Chiasamen, 3 EL Wasser und 1 kleiner geriebener Apfel (ca. 80g Apfelmark)
Zubereitung
Heize den Backofen auf 180 Grad vor.
Schäle die Bananen und zerdrücke sie mit einer Gabel. Gib dann die restlichen Zutaten in eine Schüssel und vermische alles gut miteinander.
Lege eine Backform mit Backpapier aus oder fette sie mit Kokosöl oder Margarine ein.
Fülle den Teig in die vorbereitete Backform und backe ihn für 40 bis 45 Minuten bei 180 Grad.
Was lässt sich von einem Bananenbrot lernen?
In einer Welt, die ständig nach mehr, besser und vor allem neu verlangt, wirkt eine reife Banane fast fremd. Ein Bananenbrot aus reifen Bananen entsteht nicht aus Perfektion, sondern aus dem, was bereits da ist. Aus Bananen, deren Schale dunkler geworden ist. Aus Zutaten, die vielleicht nicht mehr ganz makellos wirken, doch im Kern noch immer wertvoll sind.
Nur weil etwas optisch nicht mehr den gängigen Idealen entspricht, verliert es weder seinen Geschmack noch seine Qualität. Viel zu schnell fällt der Blick auf die äußere Hülle. Viel zu selten wird hinterfragt, was im Inneren noch steckt.
Eine reife Bananen kann daran erinnern, genauer hinzusehen. Ressourcen zu nutzen. Altes wertzuschätzen. Und aus vermeintlicher Überreife etwas Neues entstehen zu lassen.
Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Botschaft: Nicht alles, was alt wird, ist verloren. Manches wird gerade erst richtig gut.
Um das saftige Bananenbrot ohne Zucker und Mehl noch weiter zu verfeinern, kannst du nach Belieben Rosinen, Cranberries, getrocknete Marillen, Pflaumen oder eine Auswahl an Nüssen und Samen in den Teig einarbeiten. Fruchtige Akzente setzen auch Beeren wie Himbeeren, Brombeeren oder Heidelbeeren – aber auch Kirschen, Birnen, Äpfel oder sogar Mango verleihen dem Brot eine besonders frische Note.
Frühstückskuchen
Dieses süße Brot erinnert eher an einen Frühstückskuchen, da die reifen Bananen ihm eine natürliche Süße verleihen. Auch die Konsistenz ähnelt mehr einem Kuchen als einem Brot – der Name könnte also etwas irreführend sein. Doch geschmacklich ist es ein echtes Highlight, egal ob beim Frühstück, zum Kaffeekränzchen oder als gesunder Snack zwischendurch. Ich genieße mein Bananenbrot gerne mit einem Hauch Honig und frischen Beeren. Auch ein Klecks pflanzlicher Joghurt und frisches Obst passen wunderbar dazu. Für alle, die es noch süßer mögen, ist Schokoladen- oder Karamellsauce mit ein paar Nüssen eine köstliche Ergänzung. Aber auch pur überzeugt das Brot – ein Genuss für die ganze Familie!

