Seit ich mich erinnern kann, bin ich ein Early Bird. Meine Mama hat mir oft erzählt, dass ich schon als Baby zwischen 5 und 6 Uhr wach geworden bin und das eigentlich mein gesamtes Leben beibehalten habe. Habe mir ein paar Gedanken über das Aufstehen am Morgen gemacht und warum ich es so liebe.

Early Birds vs. Night owls

Menschen werden sehr gerne in zwei Kategorien geteilt: Early Birds und Night Owls.
Ein Early Bird steht gerne früh auf, eine Night Owl hingegen eher später. Nachteulen sind generell gegen Abend aktiv und bleiben oft länger wach – Early Birds gehen lieber früher zu Bett.

Ich liebe es, zeitig aus dem Bett zu kommen und den Tag bereits früh am Morgen zu beginnen. Mache zwischen Wochentag, Wochenende, Feiertagen oder Urlaub auch keinen Unterschied – ich wache einfach gerne früh auf. Meine innere Uhr ist auf das frühe Aufwachen getimed, das mir auch in keiner Weise schwerfällt.

Mir fällt hingegen schwer, zu später Stunde noch aktiv zu sein, mich zu konzentrieren und ewig wach zu bleiben. Meine optimale Schlafenszeit liegt bei 21:00-22:00. Meist stehe ich dann so gegen 05:00 auf und fühle mich bereit den Tag zu meistern.

Das frühe Aufstehen am Morgen hat für mich persönlich viele positive Eigenschaften und Möglichkeiten. Auch im Ayurveda (und in der TCM) wäre die beste Zeit, um aus den Federn zu kommen zwischen 4:00 und 5:30 am Morgen.

Ayurvedische Uhr

Die ayurvedische Uhr ist auf den Tag (24 Stunden) abgestimmt und gibt an, welche Doshas zu welcher Tag- und Nachtzeit aktiv sind. Durch diese Uhr bzw. Routine können wir Körper, Geist und Seele in einen natürlichen Rhythmus bringen – so unser höchstes Potenzial ausschöpfen.

2 Uhr bis 6 Uhr = Vata Zeit

In dieser Zeit haben wir einen leichten Schlaf, wachen zwischen 4 und 5:30 auf und beginnen unseren Tag mit einer Meditation. Gefolgt von einer Phase aus Kreativität – Tagebuch schreiben, etwas Zeichnen oder Malen, Lesen, Musik hören, Tanzen etc.

6 Uhr bis 10 Uhr = Kapha Zeit

Nun wäre die ideale Zeit für ein kleines und leichtes Frühstück. Man bereitet sich auf den Tag vor, macht Sport und/oder Yoga und holt sich die nötige Energie für die kommenden Stunden.

18 Uhr bis 22 Uhr = Kapha Zeit

In der Kapha Nachtzeit sollten wir unseren Körper zur Ruhe bringen – entspannen. Ebenso die ideale Zeit, um in sich zu gehen und sich auf den Schlaf vorzubereiten. Gut wäre es, bis spätestens 22 Uhr im Bett zu sein, um einen ausgeglichenen Schlaf zu erzielen – die Tiefschlafphase beginnt ab 22 Uhr.

22 Uhr bis 2 Uhr = Pitta Zeit

Zwischen 22 Uhr und 2 Uhr schlafen wir – wir träumen, transformieren und handeln unbewusst.

Die Magie am Morgen

Ich liebe den Morgen. Alles ist still und ein neuer Tag erwacht. Das Licht am Morgen hat eine ganz besondere Wirkung – der Farbwechsel des Himmels, die ersten Sonnenstrahlen und die Luft ist noch frisch und klar. Vögel beginnen zeitig am Morgen zu singen und Mama Earth erwacht und bereitet uns auf einen neuen Tag vor.

Eine neue Möglichkeit tut sich auf. Neue Chancen, neue Situationen und ein weiterer Tag, der der beste Tag meines Lebens werden könnte. Kein Morgen gleicht dem anderen und alles, um einen herum, fühlt sich gelassen und entspannt an. Eine ganz besondere Magie.

Gute Gründe für das frühe Aufstehen

Ich mag den Vibe am Morgen, die Magie, die ein neuer Tag mit sich bringt und die Zeit diesen besonderen Augenblick zu genießen. Man ist nicht in Eile, man kann die Zeit am Morgen auskosten und entspannt in den Tag starten, bevor der Rest der Welt in Hektik verfällt. Der erste Kaffee schmeckt himmlisch – ganz ohne Stress, Lärm und Tamtam. Man genießt und ist achtsamer. Der Morgen ist auch ein guter Augenblick, um einen kleinen Spaziergang zu machen, eine Runde mit dem Rad zu drehen, Joggen zu gehen oder etwas Yoga zu praktizieren. Etwas nur für sich zu tun.

Wie wird man zum Frühaufsteher?

Meine Theorie: Ich persönlich glaube, dass jeder Mensch auch ein Frühaufsteher sein oder werden kann. Meiner Meinung nach, haben sich Nachteulen irgendwann angewöhnt spät ins Bett zu gehen und auch später wieder aufzustehen und so einen „neuen Rhythmus“ geschaffen. Würde man nämlich das Zimmer nicht abdunkeln und mit dem Licht am Morgen wachwerden und abends ins Bett gehen, wenn es richtig dunkel ist, dann wäre der biologische Rhythmus wieder in Balance.

Eine britische Studie hat auch herausgefunden, dass Nachteulen mehr unter Depressionen, Magen-Darm-Beschwerden und Diabetes erkranken, als Lerchen. Das hat beispielsweise mit dem künstlichen Licht am Abend zu tun, was einen Einfluss auf die Melatonin- und Insulinproduktion haben kann. Ebenfalls wurde in dieser Langzeit-Studie gezeigt, dass Menschen, die länger wach bleiben, mehr Koffein, Alkohol, Nikotin und ungesundes Essen konsumieren, was zusätzlich diese Erkrankungen fördern kann.

Wenn man sich somit „umprogrammieren“ und von einer Night Owl zu einem Early Bird werden möchte, dann wären folgende Dinge hilfreich:

  • Früher ins Bett gehen
  • Zimmer nicht abdunkeln
  • Fenster öffnen (offenes oder gekipptes Fenster)
  • Nicht zu spät am Abend essen
  • Ein Ritual am Morgen, was Freude bereitet (Spaziergang, Yoga, Buch lesen, alleine Kaffee trinken etc.)
  • Sport und Bewegung am Morgen, um den Stoffwechsel anzukurbeln
  • Achtsamkeitsübungen wie Yoga, Meditation oder Journaling

Ich für meinen Teil liebe es und könnte mir nicht vorstellen, erst um 7 oder 8 aus dem Bett zu steigen. Für Nachteulen klingt das wahrscheinlich sehr seltsam, aber probiert es einfach mal aus. Versucht einige Zeit diese Gewohnheiten in euren Alltag zu integrieren und vor allem die Stille, Gelassenheit und Magie eines frühen Morgens zu genießen.

Zählt ihr zu den Nachteulen oder eher zu den Lerchen? 🙂
Wie empfindet ihr den Morgen und warum bleibt ihr lieber länger im Bett oder steht früher auf?

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