Innerer Wachstum und persönliche Entwicklung

Das heutige Thema handelt davon, wie du dein Potenzial entfalten kannst. Innerer Wachstum und persönliche Entwicklung  eine Lebensreise und keine Einzellösung. 

In den vergangenen Jahren habe ich mich von zahlreichen Büchern, Podcasts, Videos und Vorträgen inspirieren lassen, um mein persönliches Wachstum anzukurbeln. Ich suchte nach neuen Perspektiven, wollte mich entfalten und mehr über mich selbst, meine Träume, Wünsche und vor allem Ängste erfahren.

Ich betrachte meine bisher größte Herausforderung im Leben als meinen persönlichen Wachstumsweg. Nichts hat mich so sehr gefordert wie diese Reise. Hinzusehen, anzunehmen, zu akzeptieren und unzählige Male hinzufallen, ist keine leichte Aufgabe. Und weißt du, ich bin noch lange nicht an meinem Ziel angekommen. Inzwischen bin ich mir sogar nicht mehr sicher, ob es überhaupt ein bestimmtes Ziel gibt.

Nach meiner Meinung existieren stets Dinge und Themen, die man (neu) lernen kann, die einem zu einem bestimmten Zeitpunkt noch überhaupt nicht bewusst waren und die irgendwann zu einer Herausforderung werden.

Das Leben ist unvorhersehbar, und es gibt keine eine Formel, die für jede Person funktioniert. Man kann sich inspirieren und motivieren lassen, jedoch muss man die Reise stets eigenständig und auf seine persönliche Art und Weise beschreiten. Eine kleine Hilfestellung ist immer nützlich, aber sie ist nicht die Lösung für jedes individuelle Anliegen.

Von der gemütlichen Komfortzone bis zur knallharten Selbstentfaltung

Ich behaupte, wir alle besitzen eine individuelle Komfortzone, deren Grenzen bei jedem völlig unterschiedlich ausfallen. In dieser Komfortzone findet jedoch in der Regel kein Wachstum statt. Hier fühlen wir uns pudelwohl, doch gleichzeitig beschränken wir uns selbst. Wir nehmen Unannehmlichkeiten hin, akzeptieren Dinge, obwohl sie uns stören. Veränderung tut oft weh und erfordert Anstrengung, deshalb verweilen wir lieber in dieser Zone, anstatt aktiv zu werden und zu handeln.

Natürlich ist das absolut verständlich, aber macht es dich wirklich glücklich, frei und zufrieden? Diese Frage solltest du dir zu Beginn deiner Reise stellen.

Wovon träumst du wirklich?

Hast du schon einmal wirklich, wirklich darüber nachgedacht, was dich glücklich und zufrieden macht? Wo du einen (Lebens-)Sinn für dich erkennst? Was du immer schon einmal tun wolltest, aber nicht getan hast? Was du alles tun würdest, wenn XY wäre oder nicht wäre?

Vor einigen Jahren las ich das Buch von John Strelecky „The Big 5 for Life“, das mich in diesem Zusammenhang sehr inspirierte. Nach seiner „Formel“ sollte man sich fünf Dinge überlegen, die man im Leben tun, sehen und erleben möchte. Diese Dinge sollten so von Bedeutung sein, dass, könnte man sie nicht erleben, das Leben grundsätzlich keinen Sinn mehr machen würde.

Ich habe mir Gedanken über meine Big 5 gemacht und habe immer noch nicht alle festgelegt. Drei könnte ich definieren, aber die restlichen zwei sind noch offen – ich möchte mir Zeit zum Nachdenken geben und meinen Horizont noch ein wenig erweitern, bevor ich mich tatsächlich festlege.

Erinnere dich an dein Potenzial

Lass dich nicht einschränken. Träume groß. Nichts auf dieser Welt ist unmöglich, egal wie unrealistisch dein Wunsch derzeit erscheinen mag. Wenn du wahrhaft daran glaubst und es zutiefst möchtest, dann findest du Wege, um genau dieses Ziel zu erreichen.

Wir neigen dazu, uns selbst zu unterschätzen und vergessen dabei das ungenutzte Potenzial, das in uns schlummert. Vielleicht hat dir jemand einmal gesagt, dass du nicht an dich glauben sollst, dass du nicht gut genug bist, so wie du bist, oder dass deine Herangehensweise nicht ausreicht. Das ist Unsinn. Glaube an dich selbst. Glaube an dein Potenzial, deine Stärke, deinen Mut und an die Wünsche und Träume, die du für dich selbst definiert hast. Genau für DICH, und nicht für irgendjemand anderen.

Schau nach innen und riskiere etwas

Innerer Wachstum und persönliche Entwicklung wirst du niemals im Außen finden können, sondern immer nur in dir selbst. Vielleicht musst du tief in dich schauen und eine Art „inneren Frühjahrsputz“ initiieren. Glaube mir, das kann wirklich anstrengend, beängstigend, verletzend und sehr unangenehm sein.

Doch in deiner Komfortzone, wo bunte Blumen blühen und es nach Flieder duftet, wirst du keinen Wachstum finden. Die Entfaltung geschieht dort, wo es manchmal auch unangenehm und schmutzig ist.

Ich habe viele unangenehme Aspekte an mir selbst entdeckt. Verhaltensweisen, die ich zutiefst ablehne, bizarre und negative Gedankenmuster, an die ich erst gar nicht denken wollte. Erinnerungen, die ich am liebsten aus meinem Gedächtnis löschen würde und Erfahrungen, die ich nicht wiederholen möchte. Wir alle streben danach, gute Menschen zu sein, aber (ich behaupte mal), jede und jeder von uns hat seine Schattenseiten und hat Dinge getan, die er nicht gutheißt, die vielleicht sogar verstörend sind und auf die man nicht stolz sein sollte.

Auch wenn das nicht angenehm ist oder war, hat es dazu beigetragen, dass wir genau die Menschen sind, die wir heute sind und dass wir uns womöglich genau deswegen an diesem Punkt befinden, an dem wir Veränderung suchen und über uns hinauswachsen möchten.

No risk, no fun. Oder besser gesagt, no risk, no growth.

Riskiere es, dich aus deiner Komfortzone zu bewegen, zu wachsen, freier zu werden und dein volles Potenzial in jeder Lebenslage auszuschöpfen.

Lass deine Zweifel und Glaubenssätze los

Was ich in diesem Zusammenhang für mich gelernt habe, ist: Hinschauen, annehmen, akzeptieren, was war, und nach vorne blicken. Nicht in der Vergangenheit zu verweilen, nicht an etwas festzuhalten und sich immer und immer wieder auf ein vergangenes Geschehen oder Selbst zu konzentrieren. Nur weil ich vor 10 Jahren diese Erfahrung gemacht habe, muss ich mich heute, in diesem Moment, nicht weiterhin mit diesem Gedanken, mit dieser Version von mir vergleichen und womöglich auch identifizieren.

Zweifel, Glaubenssätze und negative Muster kann man loslassen. Lass alle Dinge (und vielleicht sogar Menschen) los, die dich nicht glücklich machen, dir Freude nehmen, Zeit rauben und dein Leben schwer machen. 

Sobald du beginnst, dich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, deine alten Muster ablegst und dich befreist, befindest du dich außerhalb deiner Komfortzone. Gewohnheiten sind es, die uns an etwas festhalten lassen – lass sie ziehen und beginne, dir neue und schönere Gedanken, Muster und Glaubenssätze zu gestalten. Räume auf, stelle um und genieße diese Veränderung, die nur schön werden kann, weil du sie selbstständig verursachst. Genau, du verursachst sie und nicht irgendjemand oder eine Situation aus deiner Vergangenheit.

Das Ego überrwinden

Auf deiner Reise wird dein Ego unaufhörlich versuchen, dir in die Quere zu kommen. Es wird dich beinahe anflehen, weiterhin in deiner alten Komfortzone zu verweilen und genau das zu tun, was du immer schon getan hast, selbst wenn es dich scheinbar nicht glücklich und zufrieden macht.

Wichtig zu betonen ist: Es ist nicht möglich und sollte auch nicht das Ziel sein, 24/7 glücklich und zufrieden zu sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Nur weil eine Kleinigkeit geschieht, die unangenehm ist, uns wütend oder traurig macht, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass der gesamte Tag oder das gesamte Leben schlecht ist. Diese Ereignisse sind nur kleine Details und nicht der gesamte Ausdruck unserer Identität.

Der Begriff „Ego“ stammt aus der psychoanalytischen Theorie von Sigmund Freud, der es als einen Teil der Psyche definierte. In seiner Strukturierung der Psyche in das Es, das Über-Ich und das Ich repräsentiert das Ego das Ich. Es versucht, zwischen den impulsiven, oft unbewussten Trieben des Es und den moralischen und gesellschaftlichen Normen des Über-Ichs zu vermitteln.

Es ist entscheidend, sich der Motivation hinter bestimmten Entscheidungen bewusst zu sein und zu überlegen, ob sie vom Ego getrieben sind. Strebe danach, Entscheidungen aus einem Ort der Klarheit zu treffen.

Insbesondere durch Reflexion, Meditation und Achtsamkeit im Umgang mit Gedanken und Handlungen kannst du dazu beitragen, dein Ego zu überwinden und aus deinem „wahren Selbst“ heraus Entscheidungen zu treffen.

Das Ego neigt dazu, sich auf negative Aspekte zu konzentrieren, einen inneren Monolog zu führen. Achte auf diese Stimme und die (negativen) Gedanken, die dein Ego dir einflüstert. Hinterfrage sie, nimm sie an und lass diese Gedanken einfach ziehen. Identifiziere dich nicht mit ihnen, sondern betrachte diese inneren Gespräche, die du mit dir selbst führst, als Beobachter:in und nicht als teilnehmende Person. 

Vertraue auf deine Intuition

Deine Intuition und dein Ego manifestieren sich als zwei vollkommen unterschiedliche „Persönlichkeiten“, wenn man es so ausdrücken möchte.

 

Die Intuition, dein Bauchgefühl wird oft als eine Art inneres Wissen oder Gefühl beschrieben, das ohne bewusste Analyse oder rationale Begründung auftritt. Sie scheint aus dem Unterbewusstsein oder einer tieferen inneren Quelle zu kommen.

 

Im Gegensatz dazu entspringt die Ego-Stimme dem Ego, das sich als die bewusste Identität einer Person manifestiert. Sie kann von persönlichen Überzeugungen, Ängsten, Wünschen und sozialen Prägungen beeinflusst werden.

Deine Intuition ist wie eine sanfte innere Stimme, die leise spricht und starke Gefühle sowie Eindrücke vermittelt. Es ist von großer Bedeutung, dieser Intuition zu vertrauen, da sie wertvolle Hinweise geben kann, selbst wenn du sie nicht immer rational erklären kannst. Im Gegensatz dazu ist die Ego-Stimme häufiger präsent und kann ständig im Hintergrund des Denkens laufen. Sie wird oft aktiv, wenn es um Selbstkritik, Sorgen um die Zukunft oder Vergleiche mit anderen geht.

 

Die Intuition wird oft als eine weise und leitende Kraft betrachtet, die dazu beitragen kann, Entscheidungen im Einklang mit den inneren Bedürfnissen und Werten zu treffen. Wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt oder dass eine Entscheidung richtig ist, selbst wenn es auf den ersten Blick keinen offensichtlichen Grund dafür gibt, könnte dies deine Intuition sein.

 

Vertraue darauf, dass deine Intuition dir den Weg weisen kann. Das bedeutet nicht, blindlings zu handeln, sondern aufmerksam auf die Signale deines inneren Selbst zu achten.

 

Enfalte deine volle Stärke und Potenzial

Nachdem du dich in Selbstreflexion geübt hast, dein altes Selbst, Gedanken, Muster und Prägungen losgelassen hast und du dich nun auf das Hier und Jetzt konzentrierst, deinen Fokus auf deine Intuition gerichtet hast, bist du bereit, dein volles Potenzial zu entfalten. Setze dir klare Ziele, übe dich kontinuierlich darin, im Einklang mit deinen Werten zu leben, praktiziere Selbstfürsorge, umgebe dich bewusst mit positiven Menschen und sammle stärkende Erfahrungen. Glaube stets an dich und an deine Fähigkeiten. Immer und immer wieder. 

Es wird sicher Tage geben, an denen du vielleicht in alte Muster zurückfallen könntest, doch erinnere dich daran, dass du jede Sekunde die Möglichkeit hast, wieder auf deinen Weg zurückzukehren. Niemand ist perfekt und niemand kann diese Reise ohne das gelegentliche Hinfallen und ständige Wiederaufstehen meistern – so ist das Leben und so funktioniert auch innererr Wachstum und persönliche Entwicklung.

Ich hoffe, dass dieser Artikel dir einige Denkanstöße liefert, die dich auf deiner Suche nach deinem wahren Selbst und deinem Traumleben unterstützen können.

Alles Liebe Nina 

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