Toxisches Verhalten

Toxisches Verhalten

Bisher habe ich mich sehr zurückgehalten und wenig zum C-Thema gesagt. Das eigentliche Thema werde ich auch heute nicht ansprechen, da ich dazu keine fachliche Aussage tätigen kann. Punkt. In den letzten 2 Jahren sind mir jedoch Dinge aufgefallen, die ich sehr fragwürdig empfinde und die mich umfassbar anstrengen. Meine Gedanken dazu möchte ich heute gerne mit euch teilen – Fanatisches und toxisches Verhalten.

Fanatismus und toxisches Verhalten

Zu Beginn dieses Artikels möchte ich kurz die Begriffe „Fanatismus“ und „toxisches Verhalten“ beleuchten.

„Als Fanatismus (vom fr.: fanatique oder lat.: fanaticus; ‚göttlich inspiriert‘) bezeichnet man das Besessensein von einer Idee, Verbohrtheit, Vorstellung oder Überzeugung. Fanatismus im engeren Sinn ist durch das unbedingte Fürwahrhalten der betreffenden Vorstellung und meistens durch Intoleranz gegenüber jeder abweichenden Meinung gekennzeichnet. – Quelle.“

 

Was zeichnet toxisches Verhalten oder toxische Menschen aus?

Für toxische Menschen gibt es keine eindeutige Definition, aber Verhaltensweisen und Charakterzüge, die solche Personen auszeichnen.

  • Bewusste Manipulation
  • Verbreitung von Lügen, Gerüchten sowie Tratsch und Klatsch
  • Jedes Mittel recht, um die eigene Ziele zu erreichen, deren Meinungen durchzusetzen und dadurch einen Vorteil zu erzielen
  • Überschreiten gerne Grenzen und akzeptieren kein NEIN
  • Können und wollen keine Kompromisse eingehen
  • Weniger an der Lösung interessiert, als an dem Festhalten am eigenen Standpunkt
  • Wenig Empathie
  • Hoch egoistisch veranlagt
  • Sorgen für Streit und forcieren Meinungsverschiedenheiten
  • Fehler werden lang und breit thematisiert und in den Mittelpunkt gestellt
  • Auslösung von Druck und Schuldgefühlen im Umfeld
  • Intoleranz
  • Vergiftung des Umfelds durch gezielte Hetze
  • Nicht kritikfähig
  • Lieben das Drama
  • Verbreiten Negativität

 

Mit großer Sicherheit habt ihr durch diese Beschreibung schlagartig eine oder mehrere Personen vor eurem geistigen Auge. Besonders im Bezug auf Corona ist mir dieses giftige Verhalten aufgefallen. Gibt es jedoch auch in Bereichen wie Veganismus, Feminismus, Rassismus, Religion etc. Ich mag das nicht. Ich empfinde es als extrem anstrengend, wenn Menschen so ein toxisches Verhalten an den Tag legen. In meinen Augen hat das nichts mit Meinungsfreiheit oder Aufklärung zu tun, sondern einfach nur mit Fanatismus, Intoleranz, Egoismus und bewusster Manipulation, um seine Anschauungen zu verbreiten. Es wird nicht aufgeklärt und inspiriert, sondern gehetzt und manipuliert.

Abgrenzung ist nötig

Ich für meinen Teil musste mich abgrenzen – auch von mir bekannten Personen, da ich dieses Verhalten nicht ertrage. Es strengt an und tut mir persönlich nicht gut. Musste einige Menschen auf Social Media löschen, blockieren oder einschränken, um mich nicht täglich durch und mit deren Meinung bombardieren zu lassen.

Ungesund und giftig

Ich empfinde dieses Verhalten nicht nur für meine Person ungesund, sondern auch für die Verbreiter. Wer sich so toxisch verhält und sich so fanatisch mit einem Thema befasst, „vergiftet sich selbst“. Das Leben dreht sich plötzlich nur noch um ein Thema und dieses wird beinahe zwanghaft im Minutentakt unters Volk gebracht. Immer unter dem Vorwand „ich kläre auf“ -, meist klärt man ja die „Dummen“ auf, die eine andere Meinung oder Anschauung zu einem Thema haben. Somit ist es keine tatsächliche Aufklärung, sondern einfach das Festhalten am eigenen Standpunkt, die Überschätzung der eigenen Person und die Auslösung von Druck und Schuldgefühlen im Umfeld.

Es ist überhaupt nicht verwerflich seine eigene Meinung zu haben oder sich eine neue Meinung zu bilden. Jedoch ist es verwerflich auf manipulative Art und Weise seine Meinung in die Welt zu tragen und andere Menschen dadurch unter Druck zu setzen. Toxische Menschen empfinden sich nicht als die Sonne, um die sich alles zu drehen hat, sondern sehen sich vielmehr als einziger Stern im Universum.

Es ist an der Zeit sich selbst und andere zu lieben, zu respektieren, zu akzeptieren, zu vergeben, zu motivieren, zu inspirieren und zu stärken. Auf eine friedliche und positive Meinungsfreiheit sowie Miteinander – eure Nina.