6 Dinge, die Social Media weniger toxisch machen

6 Dinge, die Social Media weniger toxisch machen

Ich bin glücklicherweise ohne Social Media aufgewachsen. Erst Ende 20 wurde Social Media wirklich ein Teil meines Lebens und auch hier nicht in diesem Ausmaß, wie es heute der Fall ist. Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest, Snapchat, Youtube oder auch TikTok können sehr, sehr toxisch sein – besonders für Kids und Teenies. Ebenso junge Erwachsene sind davor nicht gefeit. Ich möchte euch gerne 6 Dinge, die Social Media weniger toxisch machen zeigen und womöglich eine kleine Hilfestellung damit leisten.

Menschlich denken

Mal ehrlich – kennt ihr irgendjemanden in eurer Umgebung, der makellos ist? Wahrscheinlich nicht. Ich kenne niemanden. Diese Menschen gibt es auch nicht – nicht im Real Life und auch nicht im Online Life. Menschen sind Menschen und wir sind nicht perfekt und werden es auch nie sein. Natürlich gibt es Personen, die mit einer Porzellan-Haut auf die Welt kamen oder 90-60-90 Maßen entsprechen, aber die Anzahl dieser Personen ist sehr gering und sogar diese Menschen haben ihre persönlichen Problemzonen, die sie nicht unbedingt leiden können.

Im richtigen Winkel

Jeder besitzt eine Kameras und/oder ein Smartphone und jeder weiß, wie er sich selbst gut in Szene setzt – welche Seite die Schokoladenseite ist und welche euch persönlich nicht so gut gefällt. Niemand zeigt gerne ein Bild von sich her, auf dem er sich nicht schön findet. Schönheit liegt natürlich im Auge des Betrachters – weshalb es auch die unterschiedlichsten Formen von z.b. Selfies gibt. Manche lächeln auf ihren Bildern, andere zeigen sich nie im Profil, eine weitere Person findet es gut, wenn sie ein Duck-Face zieht – sicher ist nur: Jeder versucht „perfekt“ für sich und „hoffentlich für seine Betrachter“ zu sein.

Perfektion = Illusion?

Filter up your life

Ich benutzte regelmäßig Filter auf Instagram. Habe mich selbst schon dabei ertappt, wie ich das ungefilterte Foto nicht so gut empfand. Das ist doch total irre! In welcher Welt leben wir da eigentlich, wo wir unseren Selbstwert auf eine technische Spielerei reduzieren?! In welcher Welt sollen unsere Kinder aufwachsen?

Zum Glück gibt es Filtergegner. Die „filterfreie Bewegung“ finde ich wirklich sehr toll – damit besonders jungen Menschen klar wird: Auch ohne Filter kann man sich zeigen und ist man schön.

Filter sind im Grunde wie eine Maske, hinter der man sich versteckt – man möchte Falten, Pickel, Augenringe, Cellulite, Hautfarbe etc. verdecken, die einem nicht gefallen.

Macht man sich jedoch bewusst: Jeder Mensch hat seine Makel und niemand ist komplett glatt-gebügelt, dann fällt einem der Upload von ungefilterten Bildern deutlich leichter.

Das Problem mit diesen Filtern: Sie kratzen an unserem Selbstwert. Sie zeigen uns, dass wir ohne so einem bekackten Filter nicht schön genug sind. Das entspricht keinesfalls der Wahrheit und das muss man sich immer und immer wieder vor Augen halten.

Offline

Viele Menschen (auch ich) teilen einen Großteil ihres Lebens auf Social Media. Jedes Essen, jeder Einkauf, jeder Besuch.. – dabei vergisst man sehr schnell das Real Life und die Menschen, die in diesem Augenblick anwesend sind. Überlegt euch auch gut, welche Inhalte ihr tatsächlich für (auch für Fremde) Followers veröffentlicht – einmal im Internet, immer im Internet.

Smartphone: Es mag dich näher an die Leute bringen, die weit weg von dir sind. Aber es bringt dich auch weiter von den Menschen weg, die neben dir sitzen.

Augenblicke sind vergänglich und besonders das Gefühl können wir nicht festhalten – schon gar nicht, wenn wir nicht zu 100% anwesend waren.

Konsumieren mit Bedacht

Ich persönlich habe meine Abo-Zahl sehr stark reduziert und folge grundsätzlich nur Personen, die ich tatsächlich auch kenne. Ich habe nur noch ein paar wenige mir unbekannte Menschen/Accounts abonniert, die ich einfach toll finde und die vor allem ein gutes Gefühl bei mir auslösen. Würde ich nun ständig Menschen folgen, die in mir eine schlechte Emotion hervorrufen, dann wird das alles sehr schnell sehr toxisch.

Meist ist es das Gefühl von Neid, Eifersucht und Unzufriedenheit. Aber warum tut man sich das an? Wieso möchte ich täglich diese Gefühle empfinden? Ich möchte auf Instagram und Co. inspiriert und nicht depressiv werden.

Ausmisten und nur noch Personen folgen, die man kennt, die man mag und die auf positive Weise stärken.

Überlegt mal so: Würdet ihr jedem Menschen euren Tag erzählen, ihm Fotos schicken und euch auch seine Geschichte anhören – auch wenn ihr diese Person gar nicht leiden könnt? Wahrscheinlich nicht.

Benachrichtigungen deaktivieren

Unser Welt ist so schnelllebig geworden und wir werden beinahe 24/7 mit Nachrichten und Informationen bombardiert. Jede aktivierte Notification zieht unsere Aufmerksamkeit vom Real Life weg und befördert uns in wenigen Sekunden in diverse Apps, die uns mit Neuigkeiten versorgen.

Ist das wirklich gut und vor allem notwendig? Ich bezweifle es. Diese Apps sind genau so konzipiert, damit wir ständig Zeit damit verbringen. Wir entfernen uns stark von unserer Umgebung und verbringen Stunden über Stunden in diesen Apps und lassen dabei wertvolle Zeit vergehen, die wir für wirklich gute und wertvolle Dinge nutzen könnten.


Balance is the key – man muss für sich eine gute Balance finden und auch auf seine Bedürfnisse sowie sein Wohlbefinden achten. Weniger ist oft mehr. Entfernt Apps, entfolgt Accounts, verbringt weniger Zeit am Telefon und genießt die kleinen und großen Momente eures Lebens – fernab von Social Media.