Happy New Year. Oder besser gesagt: Hallo neues Jahr, ich bin bereit – neugierig, ein bisschen aufgeregt und mit dem leisen Verdacht, dass 2026 mehr mit uns vorhat, als wir gerade ahnen. Möge alles Gute nicht nur bleiben, sondern noch besser werden. Möge es wachsen, sich entfalten und uns unterwegs ein kleines Stück über uns selbst hinausführen.
Und weil Neuanfänge selten von allein passieren, habe ich beschlossen, mir einen kleinen Schubs zu geben. Ich starte ins neue Jahr mit einer Herausforderung: der 75 Hard Challenge. Ja, genau die. Falls ihr euch online bewegt, ist sie euch vielleicht schon begegnet – und falls nicht, kommt hier die Kurzfassung.
WAs ist die 75 Hard Challenge
Die 75 Hard Challenge wurde von einem US-Unternehmer namens Andy Frisella ins Leben gerufen – und schon beim ersten Lesen wird klar: Das hier ist kein netter Selbstoptimierungsversuch für zwischendurch. Es ist ein mentales Disziplin- und Durchhalteprogramm. Eines, das Willenskraft fordert, Konsequenz verlangt und die Verantwortung gnadenlos bei einem selbst ablegt.
Die Regeln? Klar. Fest. Nicht verhandelbar.
Jeden Tag dieselben Rituale, ohne Ausnahmen:
– ein klar definierter Ernährungsplan
– tägliche Bewegung
– tägliches Lesen weiterbildender Bücher
– mentale Übungen
Und genau hier wird es interessant. Denn es geht nicht darum, in Rekordzeit fitter, produktiver oder „besser“ zu werden. Es geht um etwas viel Unbequemeres: sich selbst zu beweisen, dass man über einen langen Zeitraum konsequent bleiben kann – auch dann, wenn es nervt, anstrengend ist oder alles in einem nach Pause schreit.
ABER! Natürlich sehe ich darin auch eine große Herausforderung. Besonders für Frauen. Wir sind zyklische Wesen – unser Körper folgt Phasen. Und genau hier hakt es für mich bei 75 Hard. Regeneration ist nicht vorgesehen. Und gerade in sensiblen Phasen – etwa während der Menstruation – kann so eine Challenge schnell mehr sein als „über sich hinauswachsen“. Sie kann kippen. Für mich ist es kein Aufgeben, auf den eigenen Körper zu hören. Es ist eine kluge, gesunde Entscheidung. Denn was bringt perfekte Konsequenz, wenn man dabei mental und körperlich Schaden nimmt? Disziplin verliert ihren Wert, wenn sie gegen einen selbst arbeitet.
Deshalb würde ich Frauen immer empfehlen, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Sich Spielräume zu erlauben. Vielleicht kleine „Joker“ einzubauen. Und in herausfordernden Phasen nicht stur das gleiche Programm durchzuziehen, nur um ein Regelwerk zu erfüllen. Wie das konkret aussieht, bleibt jeder selbst überlassen.
Am Ende bleibt für mich die eigentliche Frage: Was ist wahre Stärke? Blind durchziehen – oder mutig genug sein, den eigenen Rhythmus zu respektieren?
Wie sieht mein 75 Hard aus?
Nun folgt eine Auflistung meiner 75 Hard, die man als Inspiration betrachten kann. Ich würde dennoch empfehlen, es nicht 1:1 zu kopieren, sondern auf die individuellen Voraussetzungen sowie Bedürfnisse abzustimmen.
Ernährung
– vegane Ernährung
– kein Zucker und keine Süßigkeiten
– jeden Tag mindestens eine warme Mahlzeit
– 3 bis 4 Liter Wasser pro Tag
– kein Alkohol
Sport
– 45 Minuten Indoor-Training (Kraft oder Ausdauer)
– 45 Minuten Outdoor-Training (flottes Spazieren zählt ebenfalls)
– 5 Wanderungen innerhalb der 75 Tage, an diesen Tagen entfällt das Indoor-Training
– 5 trainingsfreie Tage innerhalb der 75 Tage
Mentales Training
– täglich 10 Seiten in einem weiterbildenden Buch lesen
– tägliches Journaling
– täglich 1 Kreuzworträtsel
– 5 bis 10 Minuten Meditation
Zusätzlich
– 1× täglich Blackroll-Training
– tägliche Gua-Sha-Massage
– täglich 5 Minuten Face Yoga
– täglich 1 bis 2 Minuten kalt duschen
– sich nicht ärgern lassen und entspannt bleiben
Strukturiert, klar und konsequent – und dennoch mit genug Raum, um dem eigenen Rhythmus treu zu bleiben.
BTW: Soll man täglich ein Bild von sich machen.
Ich mache die Challenge gemeinsam mit einer Freundin und bin gespannt, wie die kommenden Wochen sich anfühlen werden – auf Instagram werde ich einen kleinen Einblick ab und an mal dazu teilen. Falls jemand nun Blut geleckt hat, schreibe es gerne in die Kommentare, ob du auch dabei bist.
Alles Liebe Nina
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