Nach einer nicht unbedingt gewollten Pause bin ich wieder da. Manchmal ruft das Leben – oder genauer mein Buch – lauter als der Blog-Feed, und so habe ich mich in mein Buch vergraben. Das Schweigen hier hat also einen Grund: Es wurde gearbeitet. Ein Nachteil? Ja, die Timeline hat gelitten. Ein Vorteil? Oh ja: Das Buch ist jetzt fast fertig. Doch genug davon – mehr dazu folgt in Kürze. Kommen wir zum eigentlichen Thema: Von der Intention zum Sein – oder mit anderen Worten: Wie macht man aus einem guten Vorsatz eigentlich ein echtes Ich?
Fragt man sich nicht ständig, warum Vorsätze so gut klingen und so schlecht funktionieren? Ist es das Timing? Die Motivation? Für mich begann alles mit einer simplen Wahrheit: eine Intention zu haben, ist ganz nett, doch bringt sie wenig, wenn man nicht aktiv daran arbeitet.
Welche Schritte führen eigentlich von einer Intention hin zum Sein?
Intention
Zuerst ist da die Intention – dieser kleine Gedanke, dass etwas anders sein könnte. Ein Flüstern im Kopf, ein Wunsch, ein Vorhaben, ein Versprechen an sich selbst.
Verhalten
Dann folgt das Verhalten und die ersten zaghaften Steps. Noch wackelig, noch neu, doch ergibt sich sichtbar eine Veränderung. Ein Spaziergang statt auf dem Sofa zu liegen, ein Glas Wasser statt des dritten Kaffees am Morgen.
Muster
Aus Verhalten wird ein Muster – eine wiederkehrende Entscheidung, die sich in den Alltag einschleicht. Kleine Routinen, die fast unbemerkt anfangen, einen Rahmen zu bilden.
Praxis
Mit der Zeit wird daraus eine Praxis oder auch ein Training – ein bewusstes Dranbleiben, ein Üben, ein Kultivieren. Noch braucht es Aufmerksamkeit, doch schon ist etwas in Bewegung gekommen.
Teil des Alltags
Und irgendwann wird es Teil des Alltags, Teil des Seins – nicht mehr extra, nicht mehr bewusst entschieden, sondern einfach da.
Neue Identität
Bis es schließlich ganz ins Sein übergeht – verwoben mit dem eigenen Wesen. Aus Intention wird sozusagen eine neue Identität erschaffen.
Beispiel
Intention: „Ich möchte gesünder leben und mich fitter fühlen.“
Verhalten: Der erste Besuch im Fitnessstudio, Yoga-Kurs oder Home-Workout. Der erste Einkauf im Supermarkt ohne dabei nur Fertigprodukte zu kaufen.
Muster: Ein fester Termin im Planer für Training oder genügend Platz für Gemüse auf dem Teller.
Praxis/Training: Das Workout oder der Besuch im Fitnessstudio gehört nach der Arbeit genauso dazu wie Obst und Gemüse verteilt über den gesamten Tag.
Teil des Alltags – Teil des Seins: Sport ist nicht mehr die Ausnahme, sondern selbstverständlich. Gesunde Ernährung keine Einschränkung, sondern eher ein Genuss.
Neue Identität: Man definiert sich nicht mehr als „jemand, der Sport machen möchte“ oder „jemand, der gesünder essen möchte“. Man ist ein:e Sportler:in. Man ist jemand, der auf sich achtet – einfach weil es das neue Normal geworden ist.
Diese Reihenfolge lässt sich auf nahezu alles im Leben anwenden – ob Sport, Ernährung, Achtsamkeit oder persönliche Entwicklung. Sie ist wie ein innerer Leitfaden, der Schritt für Schritt aus einer bloßen Idee ein festes Muster macht. Erst eine Intention, dann ein Verhalten, das sich wiederholt, bis es zu einer Praxis wird. Mit der Zeit geht es in den Alltag über, wird Teil des Seins – und irgendwann ist es nicht mehr „etwas, das man tut“, sondern „jemand, der man ist“. Ein stiller, doch wirkungsvoller Begleiter, um aus einem Vorhaben eine neue Identität zu erschaffen.
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