Vor ein paar Wochen bin ich eher zufällig auf ein Online-Seminar über EFT gestoßen – seitdem begleitet mich das sanfte Klopfen im Alltag öfter, als ich gedacht hätte. Die sogenannte „Emotional Freedom Technique“ mag auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken, doch sie hat für mich einiges in Bewegung gebracht. In diesem Beitrag geht es darum, was genau hinter EFT steckt – und wie EFT Körper und Geist in Balance bringen kann.
Was ist EFT?
EFT steht für „Emotional Freedom Technique“ – vielen und vielleicht auch dir bekannt als Klopfakupressur. Diese Methode verbindet Elemente aus der TCM mit psychologischen Ansätzen. Durch das sanfte Klopfen mit den Fingern bestimmter Meridianpunkte – an den Händen, im Gesicht und am Oberkörper – wird der Fluss an Energie im Körper stimuliert.
Gleichzeitig wird ein belastendes Gefühl (wie Stress, Angst, Wut etc.) oder ein bestimmte Thema (Selbstwertprobleme, Angst vor XY) bewusst angesprochen. Typische Sätze dabei sind etwa: “Auch wenn ich gerade gestresst bin, akzeptiere ich mich so, wie ich bin.” Oder: “Auch wenn ich Angst habe, darf ich ruhig und gelassen bleiben.”
Was zunächst ungewohnt wirken und klingen mag, kann in der Anwendung überraschend kraftvoll sein, besonders bei Themen wie innerer Unruhe, emotionalem Stress oder wiederkehrenden negativen Gedankenmustern.
Wie und wobei kann EFT helfen?
Das Klopfen kann dabei unterstützen, innere Anspannung zu lösen, das Nervensystem zu beruhigen und emotionale Lasten sanft zu regulieren. Viele, die EFT ausprobiert haben – mich eingeschlossen – berichten von mehr Klarheit, innerer Ruhe und einem gestärkten mentalen Gleichgewicht.
Diese sanfte Methode aus der energetischen Psychologie kommt bei ganz unterschiedlichen Themen zum Einsatz. Bei Ängsten, innerer Unruhe, Schlafproblemen, emotionalem Essen, wiederkehrendem Heißhunger, chronischen Schmerzen oder negativen Gedankenschleifen. Auch bei Selbstwertthemen oder seelischen Tiefs kann EFT ein kraftvoller, alltagstauglicher Begleiter sein.
Bitte beachten: Diese Methode kann unterstützend in den Alltag eingebunden werden, ersetzt jedoch keinen Arzt oder Ärztin sowie eine psychologische Betreuung.
Musikempfehlung für deine EFT-Anwendung
EFT bei Stress
Wenn dein Thema innere Anspannung, Überforderung, oder Druck ist, dann probiere folgende EFT-Methode aus.
Schritt 1: Körperwahrnehmung
Finde deinen Fokus
Einen Moment innehalten. Augen schließen. Den Atem fließen lassen. Wo macht sich die Anspannung bemerkbar? Vielleicht als Enge in der Brust, als dumpfer Druck im Kopf oder als unruhiges Kribbeln in den Beinen. Vielleicht sitzt sie auch schwer im Bauch. Gebe dem Gefühl eine Zahl – auf einer Skala von 0 bis 10.
0 bedeutet völlige Entspannung, 10 fühlt sich überwältigend an. Einfach nur wahrnehmen, ohne zu bewerten.
Schritt 2: Klopftechnik, Schritt für Schritt durch die EFT Punkte
Mit 3 bis 5 Fingerspitzen leicht auf die jeweiligen Körperstellen klopfen – sanft, doch spürbar. Zu jeder Stelle einen kurzen Satz sprechen. Die Reihenfolge ist weniger wichtig als die Achtsamkeit dabei.
Handkantenseite: “Auch wenn ich mich gerade gestresst und überfordert fühle, akzeptiere ich mich so, wie ich bin.”
Über den Augenbrauen: “Dieser innere Druck”
Seitlich vom Auge: “So viel Stress gerade”
Unter dem Auge: “Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll”
Unter der Nase: “Alles fühlt sich zu viel an”
Am Kinn: “Ich atme tief durch”
Unter dem Schlüsselbein: “Ich lasse etwas Anspannung los”
Seitlich am Rippenbogen: “Ich darf einen Moment Pause machen”
Scheitel: “Ich bin sicher, auch wenn ich gestresst bin”
Schritt 3: Nachspüren
Einmal tief ein- und ausatmen.
Nochmals in den Körper hineinfühlen: Hat sich etwas verändert? Ist das Stressgefühl vielleicht ein Stück weit abgeklungen? Gibt es Stellen, die weicher geworden sind? Gedanken, die leiser wurden?
Diese kurze Klopfroutine darf gerne wiederholt werden – besonders dann, wenn sich der Stress noch nicht ganz verabschieden möchte. Ziel ist kein perfekter Zustand, sondern ein spürbarer Unterschied – hin zu mehr Ruhe und Klarheit.
EFT bei Schlaflosigkeit
Wenn dein Thema Grübeln, nicht abschalten können, oder Einschlafprobleme sind, dann probiere folgende EFT-Methode aus.
Schritt 1: Körperwahrnehmung
Finde deinen Fokus
Einen Moment zur Ruhe kommen. Augen schließen. Der Atem darf fließen. Wo zeigt sich die Unruhe?
Was hält wach? Welche Gedanken drehen sich im Kreis?
Vielleicht spannt sich etwas im Brustkorb an. Vielleicht pulsiert es im Kopf. Vielleicht sitzt ein unruhiges Gefühl tief im Bauch. Jetzt dem Ganzen eine Zahl geben – von 0 bis 10. 0 steht für Ruhe. 10 fühlt sich zu viel an.
Schritt 2: Klopftechnik, Schritt für Schritt durch die EFT Punkte
Mit 3 bis 5 Fingerspitzen leicht auf die jeweiligen Körperstellen klopfen – sanft, doch spürbar. Zu jeder Stelle einen kurzen Satz sprechen. Die Reihenfolge ist weniger wichtig als die Achtsamkeit dabei.
Handkantenseite: “Auch wenn mein Kopf gerade nicht zur Ruhe kommt, bin ich liebevoll mit mir.”
Über den Augenbrauen: “So viele Gedanken im Kopf”
Seitlich vom Auge: “Ich kann nicht abschalten”
Unter dem Auge: “Ich liege wach und warte auf Schlaf”
Unter der Nase: “Ich wünsche mir Ruhe”
Am Kinn: “Ich lasse Gedanken vorbeiziehen”
Unter dem Schlüsselbein: “Ich muss nichts lösen – jetzt ist Nacht”
Seitlich am Rippenbogen: “Ich erlaube mir zu entspannen”
Scheitel: “Ich darf schlafen – mein Körper weiß, wie das geht”
Schritt 3: Nachspüren
Einmal tief ein- und ausatmen.
Nochmals in den Körper hineinfühlen: Hat sich etwas verändert? Ist das negative Gefühl weniger geworden?Gedanken, die leiser wurden? Werde ich müder?
Wiederholen, wenn sich der Druck noch nicht ganz lösen wollte.
Aus persönlicher Erfahrung hat sich diese Methode als wirkungsvoll erwiesen, um meine innere Anspannung zu lösen und wieder mehr in meiner Mitte anzukommen. Die einzelnen Sätze lassen sich anpassen – je nach Thema und Gefühlslage, ganz intuitiv, was du gerade brauchst. EFT kann auf sanfte Weise dabei unterstützen, deine emotionalen Lasten loszulassen und sich wieder stabiler, ruhiger und klarer zu fühlen. Ein tolles Buch über Meridianpunkte sowie zur Unterstützung bei EFT ist “Der richtige Punk von Izumi Sato” – falls du dich dazu gerne mehr einlesen möchtest.
Schon einmal von EFT gehört? Vielleicht sogar ausprobiert?
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