Sinnlichkeit entdecken

Sinnlichkeit entdecken

Seit sehr vielen Jahren möchte ich schon über dieses Thema schreiben. Ich liebe es darüber zu sprechen, aber es fiel mir immer schwer mich öffentlich dazu zu äußern. Freunde, Bekannte oder auch „Unbekannte“, die mit mir über Sex gesprochen haben, haben mich stets ermutigt endlich meine Gedanken, Erfahrungen und vielleicht auch Tipps mit anderen Menschen zu teilen. Im Grunde sprechen wir hier über das NATÜRLICHSTE der Welt und dieser Blog handelt von Natürlichkeit – also why not? Seine Sinnlichkeit entdecken für mehr Intimität mit sich und seinem Partner.

Sinnlichkeit

Ich würde mich als eine sehr sinnliche Frau beschreiben – ich lebe meine Sexualität, Intimität und Sinnlichkeit in vollen Zügen aus. Doch es gibt viele und besonders Frauen, die Probleme damit haben. Ich möchte hier mit einem Tabu brechen. Sex ist kein Tabu-Thema. Seine Wünsche, Träume und Kinks (=“ungewöhnliche sexuelle Vorliebe“ – als ungewöhnlich würde ich es nicht betiteln) auszuleben, ist keine Schande oder sollte auch kein Schamgefühle auslösen.

Vor allem Frauen neigen dazu nicht das zu tun, zu verlangen und zu bekommen was sie sich eigentlich wünschen. Wir alle haben Fantasien – Sexfantasien. Wir stellen uns unseren Sex-Partner vor, eine aufregende Situation und wie uns das ganze Szenario zum Höhepunkt führt.

Diese Tagträumereien kann euch niemand nehmen, doch wäre es nicht viel schöner, wenn man diese Träume auch verwirklichen könnte?

Warum fällt es Frauen so schwer sich ihrer Lust hinzugeben?

Ich habe hierzu ein paar Gedanken oder auch Vermutungen..

Sie glauben, dass ihre sexuellen Gedanken oder auch Vorlieben beim Partner nicht gut ankommen. Sie als krank, irre oder ekelhaft abgestempelt werden.

Sie Angst haben über dieses Thema zu sprechen, weil sie sich vor und für ihre eigene Sexualität schämen.

Der Partner ein Standard-Programm bevorzugt und für Neues nicht offen ist.

Weil sie sich zu wenig mit dem eigenen Körper und vielleicht auch dem Körper des Partners beschäftigen.

Mangelndes Selbstbewusstsein im Bezug auf den eigenen Körper oder auch Wünsche zu definieren.

Scham sich in (Sex)-Positionen zu begeben, die vielleicht nicht „vorteilhaft“ aussehen könnten.

Angst es könnten „ungeplante Dinge“ passieren, die wiederum Scham auslösen.

Sie wissen selbst (noch) nicht, was sie eigentlich bevorzugen und sich wünschen.

Angst etwas FALSCH machen zu können.

Ich denke, es werden einige der oben genannten Punkte auf einige Frauen (und auch Männer) zutreffen. Das Hauptproblem sehe ich in: Angst und Scham. Man hat Angst sich zu zeigen – seinen Körper, seine Träume und Wünsche. Man schämt sich für sich selbst und für das was man in diesem Augenblick gerne haben, fühlen und spüren möchte .

Entdeckt euch selbst

Ich glaube, in diesem Fall ist es wichtig sich selbst kennenzulernen. Den eigenen Körper zu erforschen und herauszufinden, was man gut und was man weniger gut empfindet.

Eine Verbindung zur Weiblichkeit herstellen und seine Sinnlichkeit entdecken.

Ich kenne Frauen, die haben sich selbst noch nie berührt und wenn sie es tun, dann schämen sie sich dafür. Der eigene Körper, das eigene Verlangen und sich selbst zu berühren ist keine Schande!! Wie soll man wissen (oder auch der Partner), was man mag, wenn man es selbst nicht weiß?

Entdeckt euren Körper. Spielt mit euch – ob mit euren Händen, Yoni-Eiern oder Toys. Probiert herauszufinden, was ihr als angenehm empfindet und was nicht.

Schreibt ein kleines Sex-Tagebuch. Schreibt alles nieder – Träume, Positionen, Stellen am Körper, wie ihr es gerne habt, was euch nicht gefällt, wo ihr gerne Sex haben würdet, mit wem..und und und..! Seid voll bei der Sache – spürt euch selbst, fühlt euch in euren Körper, schreit es raus, versetzt euch gedanklich in eure Wunsch-Situation oder auch Position. Eurer Sex-Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Probiert unterschiedliche Dinge aus, macht es euch gemütlich und konzentriert euch dabei nur auf euch selbst. Zu Beginn dieser „Reise“ würde ich den Partner gar nicht einbeziehen – es geht hierbei um euren Körper, eure Weiblichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität. Es geht nicht um euren Partner, sondern ihr wollt herausfinden, was ihr euch wünscht und auch braucht.

Drang und Zwang

Ganz wichtig: Lasst euch nie zu etwas zwingen oder drängen. Wenn ihr nicht bereit seid, dann muss euer Partner das akzeptieren. Wenn er das nicht kann, dann ist er einfach nicht der richtige (Sex-)Partner.

Neue Dinge ausprobieren sollte immer ohne Zwang passieren. Manchmal muss man vielleicht auch über seinen eigenen Schatten springen, um etwas ganz Neues, Aufregendes und Schönes zu erfahren. Doch! es muss immer freiwillig stattfinden.

Ich möchte gerne eine kleine Serie daraus machen und meine Gedanken wie man seine Sinnlichkeit entdecken kann mit euch teilen. Wer mit mir gerne persönlich „sprechen“ möchte, der kann mir gerne ein paar Zeilen per Mail zukommen lassen. Ich würde mich sehr über einen Austausch mit euch freuen und das Thema Sex enttabuisieren – eure Nina.


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