Wenn einfach alles zu viel wird

Wenn einfach alles zu viel wird

Ich würde mal behaupten – (fast) jeder von uns kommt irgendwann in seinem Leben an einen Punkt, wo nix mehr geht, wenn einfach alles zu viel wird.

Wenn der Druck zu groß wird

Ich möchte mit euch meine Erfahrungen teilen, die ich in meiner Vergangenheit gemacht habe. Mir geht es aktuell sehr gut, weswegen ich euch ein paar Informationen oder Hilfestellungen weitergeben kann, die euch vielleicht durch diese Zeit bringen können.

Seelischer Druck muss nicht unbedingt durch ein bestimmtes Problem oder Thema ausgelöst werden – oft ist es ein Zusammenspiel aus unterschiedlichen Bereichen. Dieser Druck entsteht durch zu viel Stress. Stress durch den Job, Schule/Uni, mit einem Vorgesetzten, Arbeitskollegen, Lehrer, mit dem Partner oder der Partnerin, Freunde, finanzielle Lage oder auch „persönlicher Stress“, der durch eine bestimmte Situation ausgelöst wird. Schicksalsschläge, Liebeskummer oder auch Essstörungen können für diese Last verantwortlich sein.

Jeder Mensch ist anders. Jeder Mensch empfindet Stress auf seine Art und Weise. Einer kann 80 Stunden in der Woche arbeiten und kommt in keine stressige Situation, ein anderer Mensch arbeitet 40 Stunden und weiß nicht wie er damit umgehen soll. Wie bei vielen Dingen im Leben darf man seine eigene Situation nicht mit der einer anderen Person vergleichen.

Schritt 1: Erkennt die Lage

Der erste Schritt, um mit so einer Lebenssituation umgehen zu können, ist das Erkennen der Situation. Nicht nur erkennen, sondern sich dieser Sache bewusst zu werden, es sich eingestehen zu können. Das hat nichts mit Schwäche zu tun, sondern mehr mit Stärke. Das Ziel im Leben soll Glück und Zufriedenheit sein. Auf dem Weg dorthin werden uns viele Höhen und Tiefen begegnen, doch nur wer sich aktiv für DAS EIGENE LEBEN entscheidet, wird dieses Ziel dann schlussendlich auch erreichen.

Wenn ihr merkt, ihr seid überfordert und das über mehrere Wochen hinweg, dann entscheidet euch aktiv für eure körperliche und geistige Gesundheit. Gesteht euch ein: Ja, ich habe ein Problem und das möchte ich lösen.

Schritt 2: Reflektiert

Nehmt euch ein Notizbuch oder einen Zettel zur Hand und schreibt alles nieder, was euch gerade durch den Kopf geht. Was in eurem Leben nicht rund läuft, womit ihr Probleme habt, was euch den Schlaf raubt, woran ihr permanent denken müsst und was euch langsam, aber ziemlich sicher in den Wahnsinn treibt.

Versucht dann auf neutraler Ebene diese Punkte zu hinterfragen. Warum ist das so? Was löst diesen Druck bei mir aus? Wieso fühle ich mich unwohl in meiner Haut? Warum kann ich nicht mehr schlafen? Wieso bekomme ich Herzrasen, wenn die Firma anruft? Warum bin ich laufend genervt, wenn mein Partner in meiner Nähe ist..? Etc. Etc.

Schritt 3: Veränderung

Veränderung – ein Wort, was uns Menschen überhaupt nicht gefällt. Wir fühlen uns lieber schlecht in unserer Blase, anstatt etwas ändern zu wollen. Das ist nicht der richtige Weg, nicht auf Dauer.

Angenommen der seelische Druck (der sich durch Depressionen, Panikattacken, Burnout, „nur“ Schlaflosigkeit zeigt) wird durch euren Job ausgelöst, dann müsst ihr für euch einen Schlussstrich setzen. Etwas verändern. So ein Schritt muss natürlich durchdacht sein – nach 2 Wochen Stress schmeißt man natürlich nicht seinen Job hin, aber ist dieser Druck permanent da und man fühlt sich überhaupt nicht gut, dann sollte schleunigst etwas unternommen werden.

Sucht das Gespräch mit eurem Arbeitgeber, versucht ein paar Wochen Urlaub zu nehmen oder sucht euch aktiv Hilfe und geht in den Krankenstand. Wenn ihr zu 1000% wisst, ihr seid in diesem Umfeld nicht glücklich, dieser Job macht euch krank, dann kündigt!

Wenn einfach alles zu viel wird, was nutzt es euch, wenn ihr euch zu Grunde richtet für beispielsweise einen Job? Gar nix. Ihr könnt dieses Beispiel auch auf eine toxische Beziehung legen, die euch den letzten Nerv raubt. Bleibt nicht in Situationen, die euch nicht gut tun. Am Ende kommt es nur auf EUCH SELBST an und nicht auf euren Arbeitgeber oder auf euren Partner. Ihr seid wichtig, sonst niemand.

Schritt 4: Gesunder Egoismus

Viele Menschen bleiben in unschönen Lebenssituationen, weil sie ständig auf das Wohl anderer Menschen achten. Sich Sorgen machen, was andere Menschen denken und wie sich das eigene Verhalten auf deren Leben auswirkt. Mach ich auch, ist auch nichts Schlechtes. ABER!! – es kommt immer auf die Umstände an. Macht mich beispielsweise mein Job krank, dann darf ich mir keine Sorgen darum machen, ob meine Kollegen deswegen 5 Stunden pro Woche mehr arbeiten müssen, weil ich in dieser Zeit ausfalle. Es geht um eure Gesundheit und in diesem Fall nicht um eure Kollegen oder euren Arbeitgeber. Seid ein bisschen egoistisch und schaut auf euer eigenes Wohl. Tut das, was euch gut tut.

Schritt 5: Tut was nur für euch

Habt ihr die ersten Schritte gemacht, dann geht es jetzt darum euch etwas Gutes zu tun. Nehmt erneut euren Notizblock zur Hand und schreibt alle Dinge auf, die euch glücklich machen.

  • Lesen
  • Fotografieren
  • Tanzen
  • Musik
  • Ein schöner Film
  • Kochen
  • Sport
  • Yoga
  • Massagen
  • Gespräche mit Freunden (bitte nicht nur über Probleme sprechen)
  • Familie treffen
  • Basteln
  • Schreiben
  • Zeichnen oder Malen
  • Spazieren
  • Meditationen
  • In den Wald gehen
  • Einen bestimmten Ort besuchen
  • Euer Lieblingsgericht kochen

… egal was es ist, diese Dinge sollen euch glücklich machen.

Ein weiterer Punkt ist das Aufsuchen einer Person (Psychologen/Psychiater), die mit euch über euer Probleme spricht. Man könnte natürlich mit Freunden oder der Familie sprechen, aber ich würde es eher vermeiden. Eine neutrale Person, die euch nicht kennt, kann euch oft mehr helfen, als Personen aus eurem Umfeld. Außerdem belastet ihr so auch niemanden.

In akuten Fällen kann man auch bei der Telefonseelsorge anrufen.

Schritt 6: Macht es für euch

Arbeitet aktiv an eurer Lebenssituation. Tut all die Dinge, die euch etwas Gutes tun. Redet über Probleme, schreibt sie auf und versucht euch täglich mit guten Vibes durch den Tag zu bringen. Schließt mit Situationen, Menschen oder Jobs ab, die euch unglücklich machen und für euren Kummer verantwortlich sind. Ihr seid wichtig. Ihr seid eure Nummer 1.

Schritt 7: Das Problem bei der Wurzel packen

Medikamente sind keine Lösung! Sie unterdrücken das Problem, packen es aber nicht bei der Wurzel. Findet Alternativen: Lest Bücher, macht Yoga, meditiert, geht tanzen, sprecht über eure Krisen und findet alternative Praktiken, die euch durch diese Lebenslage begleiten können.

PS: Die meisten Ärzte werden euch sofort die Einnahme von Medis verordnen. Überlegt gut, ob ihr das wirklich tun wollt und ob ihr nicht lieber den schwierigen Weg, dafür aber den mit Sicherheit besseren Weg gehen wollt. Wie gesagt: Das Problem bei der Wurzel packen.

Ich habe damals auf Medikamente verzichtet, weil ich nicht mein gesamtes Leben abhängig sein wollte. Es gibt in den meisten Fällen eine Alternative. Ich habe wegen meinen Panikattacken folgende Alternativen ausprobiert: Life Coaching, Osteopathie, Omnipathie, Cranio Sakral Therapie, normale psychologische Gespräche, Umstellung der Ernährung, hormonfreie Verhütung, Yoga, Meditation und Energetik. Habe etliche Bücher gelesen, mich sehr viel mit mir selbst beschäftigt, mich hinterfragt und ein Leben kreiert, was mich zu 100% glücklich macht.


Wenn einfach alles zu viel wird, gibt es immer noch Hilfe. Ihr habt euer Leben in der Hand. Macht das Beste daraus. Schaut auf euch und eure Gesundheit und scheißt darauf, was andere Menschen dabei denken könnten. Es geht nur um EUCH.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Erfahrungen ein paar Anstöße geben und euch in irgendeiner Form helfen. Kopf hoch – eure Nina.