Mein Hund lebt vegetarisch

Mein Hund lebt vegetarisch

Auf diesen Seiten findet ihr allerhand über mein Leben und natürlich auch viele Dinge, die meinen Hund betreffen. Zumindest kommt er regelmäßig auf meinen Fotos vor und zeigt sich frech auf Instagram. Mein Hund lebt vegetarisch und wie das funktioniert, möchte ich euch gerne erklären.

Hunde waren Fleischfresser

Der Hund stammt vom Wolf ab und der war und ist ein reiner Fleischfresser. Hunde in der heutigen Zeit werden kaum nur noch mit Fleisch ernährt – besonders herkömmliches Dosenfutter beinhaltet wenig Fleisch und wenn nur Fleischabfälle. Ich würde sagen, der heutige Hund ist ein Allesfresser und das kann ich am Fressverhalten meines eigenen Hundes bestätigen. Mein Hund lebt vegetarisch und das seit knapp 2 Jahren – seine Ernährung wurde gleichzeitig mit meiner umgestellt und uns geht es prächtig.

Barfen

Petzi wird jetzt bald 7 Jahre alt und wurde fast 5 Jahre gebarft – nur habe ich das mit dem Barfen nie ganz so ernst genommen. Barfen bedeutet eigentlich Rokostfütterung mit reichlich Fleisch. Ich habe sein Futter immer gekocht und das Fleisch nie roh gefüttert – war mir einfach nie sympathisch.

Vegetarische Ernährung für Vierbeiner

Jetzt werden sich wahrscheinlich viele fragen, ob eine vegetarische Ernährungsform für den Hund gesund sein kann. Naja, wenn es für den Menschen gesund ist, wieso sollte es für den Hund nicht auch so sein?! Auch wenn der Hund vom Wolf abstammt und als Fleischfresser gesehen wird, ist er seit sehr vielen Jahren nicht ausschließlich auf Fleisch „ausgerichtet“. Ich habe die Umstellung alleine vollzogen und nach einigen Monaten auch meinen Tierarzt dazu befragt und seine Meinung war: Er ist fit und gesund. Sein Fell glänzt, fettet oder schnuppt nicht. Zähne sind schön, Augen sind klar und strahlen. Er hat keine Erkrankungen, eine gute und regelmäßige Verdauung und er frisst es gerne – why not? Solange alles im grünen Bereich ist, kann ich diese Ernährungsweise gerne fortführen und das habe ich auch gemacht. Seit knapp 2 Jahren bekommt Samy nun kein Fleisch mehr bzw. vielleicht 10 bis 15 Mal im Jahr und das von meiner Mama und nicht von mir.

MEIN HUND LEBT VEGETARISCH

Er bekommt 1 bis 2x pro Monat ein Ei inklusive Schale und alle paar Monate einen Knochen- der Rest besteht aus Gemüse, Obst und Getreide.

Was frisst Petzi an Gemüse?

Ich zähle euch alle Gemüsesorten auf, die Hunde fressen dürfen und ein Sternchen bei den Gemüsesorten, die Petzi auch tatsächlich frisst.

  • Karotten*
  • Zucchini*
  • Spinatblätter (ohne Stängel)*
  • Spargel grün und weiß*
  • Salat*
  • Rote Beete
  • Kartoffel* (immer gekocht)
  • Süßkartoffel*
  • Brokkoli* (kleine Mengen)
  • Blumenkohl* (kleine Mengen)
  • Erbsen* (kleine Mengen)
  • Kürbis*
  • Gurke*
  • Rote Linsen*

Ich koche das gesamte Gemüse und gebe es nicht roh – ganz wichtig! Kartoffeln immer gekocht füttern.

Obstsorten, die Petzi frisst

  • Apfel*
  • Birne*
  • Banane*
  • Orangen* (kleine Mengen)
  • Kirschen ohne Kerne (mit Kern giftig)*
  • Heidelbeeren* (kleine Mengen)
  • Himbeeren* (kleine Mengen)
  • Feigen* (kleine Mengen)
  • Erdbeeren*
  • Ananas*
  • Mango*
  • Aprikosen*
  • Mandarinen* (kleine Mengen)
  • Pfirsich*

Ich gebe Obst teilweise roh und einige Sorten wie Birne, Banane oder auch Apfel koche ich manchmal mit seinem Gemüse mit.

Getreide für den Hund

  • Haferflocken
  • Reis
  • Couscous
  • Pasta
  • Brotreste (härtere Stücke anstatt Knochen für die Zähne)

Kochen für den Hund und nicht für den Menschen

Man darf das Kochen für den Hund nicht mit dem Menschen vergleichen. Ich würde für mich niemals Apfel mit Karotte und Zucchini gemeinsam mit Reis kochen – für Samy schon. Obstsorten kommen bei mir somit manchmal auch gemeinsam mit Gemüse in den Topf. Das Futter für den Hund wird auch nicht gewürzt – kein Salz, Pfeffer oder Chili darf/sollte rein. Wenn ich mir beispielsweise einen Smoothie mit Banane, Himbeeren und Blaubeeren zubereitet, dann bekommt Samy eine kleine Menge davon in seinen Napf.

MEIN HUND LEBT VEGETARISCH

Ich füge bei jedem Essen etwas Kokosöl oder Olivenöl bei – besonders bei fettlöslichen Vitaminen solltet ihr unbedingt etwas Öl beim Essen beimengen.

Zum Futter können kleine Mengen Kräuter wie Basilikum, Brennnessel, Dill, Estragon, Kerbel, Liebstöckel, Petersilie, Pfefferminze, Rosmarin, Salbei und Schafgarbe beigemengt werden.

Viele Menschen glauben es wäre sehr zeitintensiv für den Vierbeiner zu kochen. Naja..im Schnitt benötige ich für 2 Tage Futterration knapp 20 Minuten. Zutaten schnippeln, kochen und fertig.

PS: Ich wiege sein Essen auch nicht ab – habe dafür einfach ein gutes Gespür entwickelt. Waren wir an einem Tag aktiver, dann bekommt er auch eine größere Menge in seinen Napf. Der Hauptteil seiner Nahrung besteht aus Getreide, der Rest Gemüse und Obst.

Nüsse

  • Haselnüsse*
  • Walnüsse*
  • Paranüsse
  • Pekannüsse
  • Cashewnüsse*
  • Mandeln*

Auch kleinere Portionen Nüsse sind für den Hund völlig ok – hier sollten es natürlich naturbelassene Nüsse sein.

Zusätze im Futter

Diese Zusätze kommen bei mir nicht täglich ins Futter, sondern nur ein paar Mal pro Woche/Monat. Ich dosiere es in kleinen Mengen, besonders Algenpulver, Sango Koralle, MSM Pulver und Eisen – hier muss die Menge an den Hund angepasst werden.

Giftig für den Vierbeiner?

  • Schokolade
  • Weintrauben und Rosinen
  • Avocado
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Rohe Kartoffel
  • Kakao
  • Macadamianuss und Erdnüsse
  • Pilze – Champignons nur in kleinen Mengen verträglich
  • Vorsicht bei Tomaten und Paprika – nur ganz reifes Gemüse ohne grüne Stellen darf gefüttert werden und das auch nur in kleinen Mengen
  • Steinobst bzw. die Kerne davon
  • Zucker und Zuckeraustauschstoffe

Mein Fazit zur vegetarischen Hundeernährung

Mein Hund lebt vegetarisch, gesund und glücklich – bisher läuft alles am Schnürchen und ich denke es wird auch weiterhin keine Probleme geben. Wer mit einer Ernährungsumstellung des Hundes beginnt, der sollte eben vorsichtig mit der Gemüse- und Obstauswahl umgehen. Testet euch an die Materie heran und achtet darauf, was euer Hund mag und auch gut verträgt. Natürlich ist nicht jedes Haustier gleich und man muss sich erst an eine Umstellung gewöhnen. Wer keine Lust auf Kochen hat, der kann sich das Futter von Green Petfood ansehen – kann ich sehr empfehlen. Ich hoffe dieser Artikel war für einige Hundebesitzer hilfreich und ihr könnt euch jetzt ein besseres Bild machen – eure Nina + Petzi.


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