Warum lebe ich vegetarisch?

Warum lebe ich vegetarisch?

Ich würde meinen, ich lebe mehr vegan, als vegetarisch, ABER da bereits Kleinigkeiten für Hardcore-Veganer eine Tragödie sind, bin ich jetzt einfach mal Vegetarier. Warum lebe ich vegetarisch? Wieso habe ich meine Ernährung geändert? Worauf achte ich besonders, wenn es um meine Ernährung geht? 

Paleo, Vegetarisch & Vegan

Seit über 1 Jahr esse ich nun kein Fleisch, keine Wurst und keinen Fisch mehr, obwohl zu Beginn meiner Umstellung gab es 2-3 Mahlzeiten, die noch tierische Erzeugnisse enthielten. Ihr müsst wissen, ich war nie der große Fleischliebhaber, es gab bei uns auch relativ wenig Fleisch (eher Wurst) und als ich meine Ernährung auf Paleo umstellen musste, war es für mich am Anfang überhaupt nicht einfach so große Mengen an Fleisch zu essen. Es fühlte sich für mich richtig und gleichzeitig soooo falsch an. Vor mehr als 2 Jahren habe ich dann mit Paleo aufgehört und meinen Fleischkonsum extrem gedrosselt, aber dennoch alle paar Monate etwas Fleisch oder Fisch gegessen. Esse ich noch Eier? Sehr, sehr..sehr selten – höchstens im Kuchen oder im Brot.

Wie sieht es mit Milchprodukten aus? Gerade bin ich dabei auch meine Milchprodukte durch vegane Alternativen zu ersetzen. Anstatt Kuhmilch gibt es jetzt immer Getreidemilch im Kaffee – für Saucen, Suppen, Smoothies oder Desserts schwöre ich seit Jahren auf Milch-Alternativen. Butter wurde durch Margarine ausgetauscht und Joghurt esse ich überhaupt nicht. Käse gibt es schon noch, aber sehr selten, dennoch möchte ich auch diese Milchprodukte aus meiner Ernährung streichen und das Tierleid dadurch reduzieren.

Warum möchte ich keine tierischen Produkte mehr essen? Warum lebe ich vegetarisch?

Tierleid stoppen

In erster Linie möchte ich das Tierleid stoppen und nicht für mehr Leid verantwortlich sein. Ich wäre in der Steinzeit eher der Sammler, als der Jäger gewesen, denn ich könnte niemals ein Tier töten und wer das nicht kann, der sollte auch keine tierischen Produkte essen. Mir schmeckt’s auch nicht mehr und ich denke auch nie beim Einkauf oder im Restaurant darüber nach, ob ich jetzt Fisch oder Fleisch essen möchte – es ist für mich einfach unwichtig geworden und gehört nicht mehr zu meinem Lebensstil.

Für mich sind alle Tiere gleich..egal ob Hund, Katze, Schwein, Rind, Regenwurm oder Faultier. Tiere sind Freunde, kein Futter.

Umweltschutz

Ein weiterer Punkt ist der Umweltschutz, denn unser enormer Fleischkonsum wirkt sich auch sehr stark auf unsere Umwelt aus. Regenwälder werden zerstört für den Anbau von Futtermittel oder als Weideflächen gerodet. Erhöhte Treibhausgasemissionen, extremer Wasserverbrauch und Fä­ka­li­en auf unseren Feldern und im Grundwasser – alles durch den überzogenen Fleischverbrauch und unseren Milchkonsum.

Es macht mich glücklicher

Ich fühle mich einfach besser, ausgeglichener  und glücklicher – ich muss kein schlechtes Gewissen haben und weiß in den meisten Fällen woher mein Essen stammt. Ich bin dadurch auch viel aktiver und fühle mich wohler in meiner Haut, es tut meinem Körper einfach gut.

Worauf achte ich in meiner Ernährung?

Kein Fleisch, keine Wurst und kein Fisch. Ich versuche Milchprodukte zu meiden, zu reduzieren und mich ausschließlich pflanzlich zu ernähren. Abwechslung auf meinen Teller zu bringen – unterschiedliche Gemüse und Obstsorten täglich zu essen. Meinen Körper mit Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen zu versorgen – hochwertige Fette, pflanzliche Proteine und Ballaststoffe aufzunehmen.

Warum lebe ich vegetarisch?

Ich verzichte ganz auf Fertigprodukte, koche immer frisch, versuche stets regionale und/oder saisonale Lebensmittel zu kaufen und zu verwerten. Hormone, Geschmacksstärke, Farbstoffe und Konservierungsstoffe lehne ich strikt ab – ich versuche so natürlich wie nur möglich zu essen, zu leben und dadurch meinen Körper und meine Umwelt zu schützen.

Supplemente

Ich supplementiere normalerweise Magnesium + Calcium, Vitamin K2 und Vitamin D. Zusätzlich verwende ich noch MSM Kapseln mit B-Vitaminen sowie Vitamin C und trinke regelmäßig AFA-Algen-Pulver. Warum ich jetzt zusätzlich MSM Kapseln und AFA-Algen Pulver zuführe, zeige ich euch in einem extra Posting.

PS: Supplemente wie Vitamine und Mineralstoffe sollten auch von den meisten Alles-Essern konsumiert werden, da sehr viele Menschen nicht genügend davon aufnehmen – hat jetzt nicht speziell etwas mit vegetarischer oder veganer Ernährung zu tun! 


Es muss sich etwas ändern

Es gibt so tolle Alternativen und auch der alleinige Verzehr von Gemüse, Obst, Getreide und Nüsse kann so wunderbar sein. Ich möchte niemanden dazu „verdonnern“ auf Fleisch ganz zu verzichten, aber eine Reduktion wäre auf jeden Fall angebracht. Das Tierleid zu reduzieren, unsere Umwelt zu schützen und auch unseren Kindern noch die Möglichkeit zu geben diesen Planten so zu erleben, wie wir es gerade tun können.

Warum lebe ich vegetarisch?

  • Weniger tierische Produkte essen
  • Weniger Müll, besonders Kunststoffmüll vermeiden
  • Einsparung von Wasser, Strom, Gas und Co2

Schreckliche Fakten über den Fleischkonsum

„Die Österreichische Landwirtschaft erzielt einen hohen Selbstversorgungsgrad bei Fleisch. Im Jahr 2017 betrug dieser Wert 109 Prozent, was bedeutet, dass Österreich mehr Fleisch erzeugte, als es selbst verbrauchte und daher Fleisch exportierte.“ Quelle: Statista 

„Österreich ist dabei ein Land der Fleischtiger. In der EU belegen wir mit unserem Fleischverbrauch Platz 3 (hinter Luxemburg und Spanien), weltweit landen wir auf dem unrühmlichen Platz 15. Jährlich kommen hierzulande durchschnittlich 65 kg Fleisch auf den Teller jedes Einzelnen. Das sind rund fünf Portionen pro Woche, obwohl aus gesundheitlichen Gründen drei Portionen Fleisch als Maximum empfohlen werden.

Statistiken zum Fleischkonsum

Wenn sich Tiere von Gräsern ernähren, die für den menschlichen Magen nicht verwertbar sind, ist das sinnvoll. Doch nur ein kleiner Teil (ca. 15 – 20 %) der österreichischen Rinder darf auch auf Weiden grasen. Problematisch ist vor allem die Abhängigkeit von Futtermitteln, die in Österreich nicht in der benötigten Menge angebaut werden können. Österreich ist zwar mit rund 44.000 Hektar das fünftgrößte Sojaanbauland der Europäischen Union, doch diese Menge reicht bei Weitem nicht aus, um den Hunger der heimischen Nutztiere zu stillen. So werden jährlich zwischen 550.000 und 600.000 Tonnen gentechnisch verändertes Soja importiert (also rund 70 kg pro ÖsterreicherIn), für das zum Großteil südamerikanischer Regenwald abgeholzt werden musste. Weltweit leiden 795 Millionen Menschen oder 11 % der Menschen an Hunger, dennoch werden 90 % der Sojaproduktion und 30 % der weltweiten Getreideernte an Tiere verfüttert und gehen somit für den Menschen als Nahrung verloren.“ Quelle: Global2000

Hier noch ein paar Fakten über den Fleischkonsum in Österreich Fleischatlas Österreich.


Aktiv werden

Wir sind derzeit 7,5 Mrd Menschen und man kann die Verantwortung nicht immer abgeben. Jeder muss aktiv werden, ein Zeichen setzen und seinen Beitrag leisten. Nur gemeinsam können wir diesen Planten schützen und für unsere Nachkommen erhalten – eure Nina.


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