Zu sich selbst finden

Zu sich selbst finden

„Du hast dich verändert, du bist ganz anders geworden – was ist passiert und wieso bist du so?“ Viele Personen in meinem Freundeskreis, alte Bekannte oder mir eigentlich fremde Menschen, sagen mir wie sehr ich mich verändert habe, wie anders ich geworden bin. Ja, ich habe mich verändert und endlich erkannt, wer ich wirklich sein möchte, wer ich bin und was und wer mir wichtig ist im Leben. Zu sich selbst finden? 

Ich bin ich.

Habe endlich zu mir selbst gefunden und versuche immer mehr mein altes Leben, meine alten Einstellungen und Ansichten aus meinen Gedanken zu streichen. Ich war noch nie so zufrieden und glücklich mit mir selbst – habe mich noch nie so akzeptiert und mich wohl in meiner Haut gefühlt.

Lange habe ich mir ein Leben kreiert, das mir eigentlich nicht gefiel. In dem ich unglücklich war, in dem ich kaum Werte hatte und meinen Fokus auf unwichtige Dinge gelegt hatte. Die Kunst sich zu verstellen, sich anzupassen und mit dem Strom zu schwimmen. Einfach so zu sein, wie andere Menschen einen gerne hätten, darin war ich ein Meister. Nur nicht auffallen, von jedem gemocht und akzeptiert zu werden, ist leider bei sehr vielen Menschen so tief verankert.

Man sollte sich merken: Man kann nie jedem Menschen gefallen – es wird immer Menschen geben, die einen nicht mögen und kritisieren. 

Wie findet man sich selbst?

Ich kann euch wie immer nur von meinen Erfahrungen berichten und erzählen, wie ich meine „Reise zu mir selbst“ gestartet habe.

Anfang 2017 war mir klar: Ich will so nicht mehr sein – ich will mein Leben so nicht mehr führen. Der Hauptgrund waren meine Panikattacken, die ich unbedingt wieder in den Griff bekommen wollte.

Durch dieses Problem habe ich begonnen, mich mehr mit mir selbst zu beschäftigen, sehr viel über mein Leben nachzudenken. Es wurde mir immer mehr bewusst, dass ich so eigentlich nicht sein möchte und tief in meinem Herzen ein ganz andere Mensch bin. Ich mir seit Jahren eine Rolle auf den Leib geschneidert habe, ich nicht ich war. Was habe ich gemacht bzw. in meinem Leben verändert?

Zu sich selbst finden

(Top: Second Hand – Zara)

Es interessiert mich nicht

Ein ganz wichtiger Punkt auf der Reise nach sich selbst, ist darauf zu scheißen, was andere Menschen sagen oder denken. Man sollte sich weniger für die Meinung anderer Personen interessieren und sein Ding durchziehen – sein Leben so gestalten, wie man es gerne hätte.

Zeit für sich nehmen

Man muss sich unbedingt Zeit für sich nehmen – nur für sich! Auch wenn es vielleicht nur wenige Minuten am Tag sind, da man eine Familie zu versorgen hat und gleichzeitig noch einem Job nachgeht. Doch ein paar Minuten findet jeder! In dieser Zeit wird nur auf sich geachtet, etwas für sich selbst getan.

Ich mache in der Zeit Sport, meditiere, mach Yoga, löse meine Kreuzworträtsel, schreibe Blog-Posts, gehe durch die Natur, fotografiere oder gehe einem anderen Hobby nach. Habe zwar keine Familie (mit Mann, Kind und Co.), aber dennoch einen Job, Familie, Freunde und einen Hund. Ich brauche auch Zeit, die nur für mich alleine und für meinen Körper und Geist ist.

Will ich das wirklich?

Stellt euch Fragen, ob ihr das wirklich wollt. Ist euer Leben lebenswert? Findet ihr eure Einstellung, Job, Umgebung, Freundeskreis etc. gut so? Seid ihr glücklich? Habt ihr alles im Leben was ihr euch erträumt habt? Seid ihr der Mensch, der ihr sein wollt? Fühlt ihr euch in eurer Haut wohl? Man lebt schließlich nur einmal…

Fühlt ihr nicht so, dann müsst ihr an euch arbeiten und zu dem Menschen werden, der ihr gerne sein wollt – egal was die Außenwelt davon hält.

Die kleinen Dinge schätzen

Ein ganz wichtiger Part auf meiner Selbstfindungsreise waren „die kleinen Dinge im Leben“. Augenblicke die das Leben einfach schön machen. Oft werden immer nur extrem aufregende Dinge geschätzt und die kleinen Dinge im Leben einfach als unwichtig angesehen – macht das nicht!

Genießt auch die ganz, ganz..ganz kleinen Dinge, denn es lohnt sich irgendwann.

Kein Gossip mehr

Tratschen bringt einen nicht weiter, es zieht einen mehr runter und man verbringt mehr Zeit mit Problemen und Geschichten anderer Personen.

Weniger Kontrolle und Perfektion

Alles muss immer perfekt und kontrollierbar sein, nichts wird dem Zufall überlassen. Diese ständige Kontrolle und Planung lässt uns weniger erleben und weniger wir selbst sein. Kontrolle abgeben, spontaner sein und unbeschwerter durchs Leben gehen.

Niemand ist perfekt und nur weil man zwanghaft versucht perfekt zu sein, wird man dadurch nicht automatisch auch glücklicher, zufriedener, schöner oder besser werden.

Dankbar sein

Ich war immer ein sehr undankbarer Mensch und das habe ich auf jeden Fall abgelegt. Ich schätze mehr, bin dankbarer und versuche mir ständig vor Augen zu halten, wie kostbar das Leben ist und wie wenig Zeit wir doch auf dieser schönen Welt verbringen können. Wir befassen uns oft mit so unwichtigen Dingen und sehen alles für selbstverständlich an..seid dankbarer für die kleinen und für die großen Dinge.

Auf seinen Körper achten

Der letzte Punkt ist die Achtsamkeit – achtsamer mit seinem Körper umzugehen. Füttert ihn mit gutem Essen, macht Sport und nährt euren Geist mit positiver Energie.

Sich selbst finden, heißt auch sich selbst mehr zu spüren, sich zu schätzen und den Wert zu sehen – wer seinen Körper schlecht behandelt, der kann auch niemals richtig zu sich selbst finden.

Zu sich selbst finden


So eine Reise ist ein langer Prozess und kann nicht in wenigen Tagen umgesetzt werden, aber es ist nicht immer nur das Ziel was ausschlaggebend ist, sondern der Weg dorthin – eure Nina.